Zwischen Amazon und Youtube

Werden wir in Zukunft außerhalb von Förderungen und TV-Anstalten Filme so produzieren und vermarkten können, dass sie ihre Kosten im Internet wieder einspielen können? Mit Werbung finanziert über youtube? Als Video on demand, als Download oder Leih gegen Bezahlung? Oder vorfinanziert über Crowdfunding und Crowdsourcing und dann im Internet frei verbreitet?


Cay Wesnigk, Filmemacher und Mitglied im Vorstand der AGDOK, hat sich als Vorstand der von FilmemacherInnen als genossenschaftliche Aktiengesellschaft gegründeten Plattform onlinefilm.org seit Jahren mit dem Thema beschäftigt.Am Mittwoch dem 14.11. berichtete er vor ca. 50 Interessierten über seine Erfahrungen.

Mit soliden Insiderinformationen ausgestattet, gab Cay einen Überblick über die Geschichte, wie auch die momentane Landschaft des alternativen Filmvertriebs im Internet. Besonders betonte er hierbei die Wichtigkeit und Macht von Plattformen wie facebook und youtube – unabhängig davon, wie kritisch man diesen gegenüber stehen mag, muss man mit ihnen umzugehen lernen, wenn man seinen Film im Internet vermarkten möchte.

Die Onlinefilm AG, in deren Vorstand Cay sitzt, hat sich zur Aufgabe gemacht, digitale Technik für kleine unabhängige FilmemacherInnen und ProduzentInnen zu entwickeln, um sie dabei zu unterstützen, unabhängig zu bleiben. Jeder Mensch kann dort kostenfrei seinen Film hochladen und selbst die Art und den Preis bestimmen, mit dem der jeweilige Film vertrieben werden soll – als Stream, Download oder DVD-Verkauf.