Filmisches Erzählen mittels Symbolen

Nina Kind kommt in die filmArche, um mit den TeilnehmerInnen über “Filmisches Erzählen mittels Symbolen” zu sprechen.

Welche Bedeutung hat das Ticken einer Uhr?
Oder der Blick durch ein Fernrohr?
Was lernt man über eine Figur und ihre Stellung zur Welt, wenn man sie allein an einer vielbefahrenen Straße entlanggehen sieht?
Welche Aussage wird über den Charakter eines Gangsters getroffen, dessen Pistole nicht geladen ist?

Wenn ein Gesetzeshüter zum Mörder wird und eine Prostituierte zur Heiligen – mittels welcher Handlungen lassen sich gesellschaftliche Haltungen gegenüberstellen, demontieren oder auch verwandeln?

„Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis“ (Goethe, Faust II). Wir wollen untersuchen, wo sich in filmischen Narrationen Symbole aufspüren lassen und wie es ihnen gelingt, etwas über das Konkrete Hinausweisendes zu erzählen. Welche Wirkung symbolische Räume und symbolische Gegenstände in epischen Filmen haben und wie symbolische Handlungen und gleichnishafte Konstrukte in dramatische Strukturen aufgenommen werden.


Nina Kind studierte von 2000 bis 2006 an der HFF Potsdam Filmdramaturgie und Drehbuch, u.a. bei den Professoren Peter Wuss, Peter Rabenalt und Torsten Schulz. Sie hat Erfahrung als Regisseurin von Kurzfilmen und als Co-Autorin von Kinoregisseuren. Ihr Drehbuch „Jana und Steven“ erhält derzeit eine Förderung des Nordmedia-Fonds und wird 2014 realisiert.