“Kaptn Oskar” – Im Gespräch mit dem Regisseur Tom Lass

Am Mittwoch, den 13.03.2013 kommt Tom Lass in die filmArche um über seinen neuen Film “Kaptn Oskar” zu sprechen:

“Kaptn Oskar entstand genau wie damals mein Debütfilm Papa Gold mit wenigen tausend Euro und einer halben Seite Ausgangssituation und trotzdem war alles anders. Papa Gold war ein wildes Experiment. Niemand hat uns geglaubt, dass wir wirklich einen Langfilm drehen und so durfte es auch schief gehen. Das war angenehm. Natürlich war dann der Druck bei Kaptn Oskar umso größer und ich verstehe jetzt auch warum man sagt, der zweite Film sei der schwerste. Über den Dritten sagt man wohl deswegen nicht so viel, weil nur die wenigsten überhaupt einen drehen. Dabei sagt man ja, dass erst der fünfte Film eine Chance hat das volle Potential eines Regisseurs zu zeigen und erst ab dem Zehnten – so heißt es – könne man diese Aussage auch mit ausreichender Genauigkeit treffen. Wie viele man dreht ist leider meist eine finanzielle Frage. Die beiden Säulen der Evolution – Selbsterhaltung und Fortpflanzung – werden zunehmend abstrakter, und es ist das Geld was für den Fortbestand einer Art die größte Rolle spielt. Geldbeschaffung ist Teil eines komplexen Systems, das allerdings nicht selbst- sondern fremdreguliert ist. Es handelt sich also um eine künstliche Auslese und dementsprechend ist auch das Ergebnis künstlich. Das einzusehen tut höllisch weh, und das einzige was meinen Schmerz lindert ist Filme zu drehen, die anderen weh tun. Und da schließt sich der Kreis.”

Kurzbio: Seit 1983 am Leben. Seit 1999 Schauspiel. Seit 2005 Set-AL, PL, Fahrer, Regie-Assistenz. Seit 2008 Regie.

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Teaser Kaptn Oskar