A. Jacke: SHERLOCK - Seriendramaturgie (de)

10Feb(Feb 10)10:0011(Feb 11)18:00A. Jacke: SHERLOCK - Seriendramaturgie (de)10:00 - 18:00 (11) Lahnstraße 25VeranstaltungWorkshop

Veranstaltungsdetails

 

Wochenendworkshop an der filmArche
10./11. Februar 2018
jeweils 10-18 Uhr
Preis: 100€ (80€ ermäßigt, 120€ soli)

Workshop ist auf deutscher Sprache

Wie aus C. Doyles SHERLOCK HOLMES die TV-Serie SHERLOCK wurde

Wie gelang es den Machern, den im 19. und frühen 20. Jahrhundert spielenden Buch-Klassiker in eine erfolgreiche Detektiv-Serie zu verwandeln, die im Hier und Jetzt spielt und Sherlock mit der heutigen Technik seine Fälle klären lässt?

Der Filmwissenschaftler Andreas Jacke hat sich in Sherlock Holmes hineinversetzt und ihn auf die Couch gelegt. Mit Hilfe der Psychoanalyse vergleicht er die Romanfigur von Arthur Conan Doyle mit Sherlock in der gleichnamigen BBC-Serie. Seine Gedanken und Beobachtungen hat er aufgeschrieben in seinem Buch „Mind Games“.

Das Buch analysiert die Hintergründe der BBC-TV-Serie Sherlock und versucht dabei verschiedene Themengebiete abzustecken: Psychoanalytisch, gendertheoretisch, literaturwissenschaftlich und filmwissenschaftlich wird der Versuch unternommen, den ungeheuren Reiz dieses einzigartigen und sehr populären Updates zu analysieren.

Ausgehend von den strukturellen Vorgaben von Doyles’ Geschichten wird so der Weg ihrer Umschreibung zum Comedy-Thriller für das TV im 21. Jahrhundert sichtbar. Dabei bekam der eigenwillige Detektiv nun nicht nur einen stärkeren Watson zur Seite gestellt, auch seine latente Frauenfeindlichkeit und ihre Hintergründe wurden erstmals problematisiert.

In diesem Workshop untersucht Jacke mit den TeilnehmerInnen des Workshops die dramaturgische Arbeit und den filmwissenschaflichen Kontext der Serie im Vergleich zum Buch.

Ablauf:

10.2. Part I: Die Neudefinition der weiblichen Charaktere

Vormittag

  • Einführung von Andreas Jacke über die Musikdramaturgie in der BBC- Serie Sherlock. Mittels eines Vortrags mit Diskussion soll in sehr komprimierter Form in das Thema eingeführt werden.
  • Lesung (als Hörbuch) der allersten S. Holmes-Kurzgeschichte— Skandal in Böhmen – Text von Sir Arthur Conan Doyle — Anschließend Diskussion über die Inhalte- wie die Personen charakterisiert, wie die Geschichte erzählt wird, dramaturgische Kniffe… usw., psychoanalytische, gendertheoretische Aspekte.
  • Evtl. Bezüge zu E. A. Poe und die Fundamente der literarischen Detektivgeschichte

Nachmittag

  • Sichtung der vierten Folge Ein Skandal in Belgravia (2012) – Diskussion über die Veränderungen gegenüber der Vorlage, Aufbau und Inszenierung unter besonderer Berücksichtigung der weiblichen Figuren (Irene Adler und Molly Hooper).
  • Ausschnitte und Detailanalysen bestimmter Szenen aus dieser Folge
  • Abschließende Diskussion – Vergleich mit anderen Krimiserien (Tatort usw.)

11.2. Part II: Der neue Holmes- und Watson-Charakter

Vormittag

  • Einführung von Andreas Jacke (mit Diskussion und Fragen) – über Sherlock Holmes kognitive Fähigkeiten, seinen zwanghaften Charakter und seine manisch-depressiven Charakterzüge usw./ Charakterisierung der Watson-Figur als Identifikationsfigur für den Zuschauer
  • Sichtung: Der lügende Detektiv (2017)

Detaillierte Diskussion über die Folge. Holmes und sein Verhältnis zum Schurken. Aufbau der Geschichte usw.- Soundtrack, Geschwindigkeit usw.
Nachmittag

  • Sichtung: Der Reichbachfall (2012)
  • Kurzreferate der Teilnehmer über folgende mögliche Themen:

a. Holmes und Freud – Deduktion und Psychoanalyse
b. Mark Gattis und Steven Moffat – über die Erfinder und Drehbuchautoren von Sherlock
c. Benedikt Cumberbatch & Martin Freeman – Schauspieler-Portraits

Abschließende gemeinsame Diskussion über das Erfolgskonzept der Serie

Uhrzeit

10 (Samstag) 10:00 - 11 (Sonntag) 18:00

Organizer

Steve

steve.weihermueller {ätt} hotmail.de

Learn More