„Eine deutsche Partei“ auf der Berlinale 2022

„Eine deutsche Partei“ auf der Berlinale 2022

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Die Dokumentation „Eine deutsche Partei“ von filmArche Gr√ľndungsmitglied und Alumni Simon Br√ľckner wird auf der diesj√§hrigen Berlinale gezeigt. Am Mittwoch, 16.02. und Freitag 18.02. wird die Doku f√ľr Berlinale-Zuschauer:innen vorgef√ľhrt.

Synopsis:

DE
Es ist nicht irgendeine Partei, zu deren Innenleben uns hier Zugang verschafft wird. Die rechtsgerichtete ‚ÄěAlternative f√ľr Deutschland‚Äú ist seit 2017 im Parlament vertreten. In manchen Teilen Deutschlands w√§hlt sie jede vierte Person, eine breite √Ėffentlichkeit stuft sie als antidemokratisch und rassistisch ein. Zwei ihrer Teilorganisationen, die ‚ÄěJunge Alternative‚Äú (JA) und der sogenannte ‚ÄěFl√ľgel‚Äú, wurden vom Verfassungsschutz als rechtsextremistische Verdachtsf√§lle eingeordnet.
Simon Br√ľckner und sein Zwei-Mann-Team begleiteten zahlreiche AfD-Politiker*innen zwischen 2019 und 2021 mit der Kamera: Er f√ľhrt keine Interviews, kommentiert nicht, mischt sich nicht ein. Er beobachtet die Arbeit von Funktion√§ren auf drei Ebenen ‚Äď Bezirk, Land und Bund. Er h√∂rt zu: bei ‚ÄěJA‚Äú-Auftritten in Zehdenick, wo sich m√§rkischer Sand auf Heimatland reimt und die Hymne auf die Playlist kommt; bei Richtungsk√§mpfen und Diskussionen in der Fraktion √ľber das Grundgesetz und dar√ľber, was sagbar ist und was nicht. Die deutsche Partei wird weder vorgef√ľhrt noch d√§monisiert. Sie spricht von ‚Äědeutschen Schmetterlingen‚Äú und von sich selbst ‚Äď es ist ein Akt der Dekonstruktion, der deutlich macht, wo die Widerspr√ľche beginnen und das Argument endet.
EN
It is not just any party whose inner workings we are given access to here. The right-wing Alternative for Germany has been represented in parliament since 2017. In some parts of Germany, one in four people votes for it, and a broad public classifies it as anti-democratic and racist. Two of its sub-organizations, the „Junge Alternative“ (JA) and the so-called „wing,“ have been classified by the Office for the Protection of the Constitution as suspected right-wing extremists.
Simon Br√ľckner and his two-man team accompanied numerous AfD politicians* between 2019 and 2021 with the camera: He does not conduct interviews, does not comment, does not interfere. He observes the work of officials at three levels – district, state and federal. He listens: at „YES“ appearances in Zehdenick, where M√§rkischer Sand rhymes with Heimatland and the anthem is added to the playlist; at directional battles and discussions in the parliamentary group about the Basic Law and what can and cannot be said. The German party is neither paraded nor demonized. It speaks of „German butterflies“ and of itself – it is an act of deconstruction that makes clear where the contradictions begin and the argument ends.

Team:

Regie, Buch Simon: Br√ľckner
Kamera: Simon Br√ľckner
Montage: Sebastian Winkels, Gesa Marten
Sound Design: André Zacher
Ton: Nils Plambeck
Produktionsleitung: Susanne Bauer
Produzent*in: Hubertus Siegert
Ausf√ľhrende*r Produzent*in: Hubertus Siegert
Redaktion: Udo Brehmer, Rolf Bergmann, Susanne Bauer
Koproduktion: ZDF/3sat, Mainz rbb, Potsdam